Kurt Bauer - Filmen ist mein Leben

Zuckerbäcker, Religionslehrer, LKW-Fahrer – nach einem bunten Berufsleben und einer Lebenskrise fand Filmemacher Kurt Bauer seine Erfüllung. Just dort, wo die meisten Menschen nicht hinwollen.

Obertrum. Die Begegnung mit einer Bettlerin in der Türkei wurde für den Salzburger Kurt Bauer zum Wendepunkt in seinem Leben.

 

Im Vorbeigehen drückte er der Frau ein paar Münzen in die Hand. Als er bemerkte, dass es umgerechnet nur ein paar Cent waren, ging er beschämt zurück, um ihr noch ein paar Münzen in den Becher zu werfen. „Darauf hin nahm sie meine Hand, küsste sie und strahlte mich an.“ Ein Moment, der ihn mit tiefer Freude erfüllte und alles veränderte. 


Am Beginn meiner filmischen Tätigkeit vor ca. 5 Jahren fragte ich mich: „Woher kommen die Bettler und Bettlerinnen, die in unserer Stadt täglich auf der Straße sitzen? Was macht ihre Armut aus? Warum betteln sie bei uns? Wie geht es ihnen eigentlich zu Hause und was bringt sie dazu, zu uns zu kommen? Sind sie alle mehr oder weniger kriminell?“

 

Als Dokumentarfilmer machte ich mich auf die Suche nach Antworten. Die Armut der Armen, denen ich begegnet bin, war schockierend und hat mein Leben verändert.

Arm sein ist zutiefst menschenunwürdig. Ich habe auf viele meiner Fragen Antworten gefunden. Den Armen gebe ich ein Gesicht, damit sie verstanden werden können. Zu dieser filmischen Reise lade ich mit meinen Filmen ein.

 

Ihr Kurt Bauer, Dokumentarfilmer und Diplompädagoge